Heiß, heißer, München
Sendedatum: Donnerstag 16.7.2026, 19-20 Uhr
Allein die letzte Hitzewelle hat in Bayern über 500 Menschen das Leben gekostet. Mehr, als im gesamten Vorjahr zu beklagen waren. Und der Sommer ist noch lange nicht vorrüber. Meteorologen bereiten die Bevölkerung bereits wieder auf Temperaturen weit jenseits der 30 Grad Marke vor. Die durch den Klimawandel immer häufigeren Hitzetage und Tropennächte wirken aber nicht auf jeden Menschen gleich. Wie stark man betroffen ist hängt ganz wesentlich auch davon ab, wo man auf der sozialen Leiter steht. Viele Menschen haben schlicht nicht die finanziellen Möglichkeiten, aus ihrer schlecht klimatisierten Wohnung auszuziehen. Ganz zu schweigen von all denen, die körperlich besonders anfällig sind oder im Freien arbeiten müssen und damit der Hitze ziemlich schutzlos ausgeliefert sind.
Höchste Zeit also, unsere Städte an den stattfindenden Klimawandel und an Extremtemperaturen anzupassen. Klimaresilienz ist das Schlagwort und auf dem Weg dorthin sollen Frischluftschneisen, grüne Quartiere und viele andere Anpassungsmaßnahmen helfen, die Städte trotz steigender Temperaturen lebenswert zu erhalten.
Mit Markus Schäf, Landschaftsarchitekt und Mitglied in der AG Klima im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten unterhalten wir uns darüber, wie die Anpassung an den Klimawandel in der Stadtplanung gelingen kann.
Aber auch für Tiere stellen diese Höchsttemperaturen, zusammen mit den lang anhaltenden Dürrephasen eine enorme Herausforderung dar. Wer schon einmal erlebt hat, wie sich Insekten an Hitzetagen auf kleine Trinkschalen stürzen weiß, dass auch in der Tierwelt höchste Alarmstufe angesagt ist. Egal ob Igel oder Feldwespe: Hitzestress gibt es auch im Tierreich. Und bei Wassertemperaturen um die 30 Grad, wie derzeit beispielsweise in Donau und Main, ist selbst das „rettende Nass“ kein sicherer Lebensraum mehr. Zumal Fische hier ja nicht einfach fliehen können.
Professor Dr. Volker Zahner von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erläutert die Folgen der Hitzebelastung für das Tierreich und gibt Tips, wie wir den Tieren helfen können.
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